Einladung zur Jugendkonferenz des DFW und der EHF
Jugend im Gespräch: Säkulare Werte in Europa.
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW) führt in Zusammenarbeit mit der Europäischen Humanistischen Föderation (EHF) vom 6. bis 8. November 2009, in der Jugend- und Bildungsstätte Klingberg in Scharbeutz eine Europäische Konferenz durch. Im Mittelpunkt stehen die Fortführung der Debatten um säkulare humanistische Werte, Werteentwicklungen und Werteerziehung im sich vereinigenden Europa und die Teilhabe der Jugend bei der Entwicklung von Wertorientierungen im 21. Jahrhundert.
Sie ist eine Fortsetzung der Konferenzen der beiden Vorjahre und soll diesmal vor allem junge Menschen aus den EHF-Mitgliedsorganisationen und andere Interessierte zusammenführen.
Europa beruht auf einer Vielzahl von Kulturen und Traditionen. Die zukunftsfähigen Wertvorstellungen leiten sich nicht von göttlicher Autorität und auch nicht von einer einzelnen Kultur oder Tradition her, sondern sie sind im jahrhundertelangen Kampf vor allem der Aufklärung und des Humanismus den autoritären Herrschaftssystemen abgerungen worden. Werte berücksichtigen Rechte der Schwachen gegen die Mächtigen und des Individuums gegen potenzielle Unterdrücker. Sie erwuchsen aus der Erkenntnis, dass Europäer nie wieder unter Tyrannei leiden sollen und begründeten die individuellen Menschenrechte, die letztendlich auch in die UNO-Menschenrechtserklärung vom 10. Dezember 1948 eingeflossen sind.
Die Entwicklung der europäischen Staatsbürgerlichkeit begründet sich auf einer auf Toleranz und Nichtdiskriminierung basierenden Friedensordnung. Würde und Autonomie jedes menschlichen Individuums und seine größtmögliche Freiheit werden durch Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Weltbürgerlichkeit und Menschenrechte ermöglicht und sind die Garanten für einen europäischen Wertekonsens.
Mit dieser Jugendkonferenz wollen wir junge Leute einladen, ihre Sichtweisen zu säkularen Werten in den verschiedenen Nationen Europas zusammenzutragen und gemeinsame Wege zu ihrer Verwirklichung zu diskutieren. Sie sollen letztlich zu einer integrativen Erziehung für die Menschenrechte und zur strikten staatlichen Neutralität in Religions- und Weltanschauungsfragen führen. Das Erziehungsmonopol der Religionsgemeinschaften in Wertefragen ist mit einer so verstandenen Staatsbürgerlichkeit nicht (mehr) vereinbar.
Hier informieren wir über die internationale Jugendarbeit: Veranstaltungen befreundeter Verbände, Austauschprogramme und ähnliches.
Die Schwerpunkte sollen nur in Workshops und moderierten Arbeitskreisen durch die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bearbeitet werden. Folgende sind vorgesehen:
1. Diskriminierungen junger Menschen aufgrund ihrer nichtreligiösen Weltanschauungen
2. Integrative Werteerziehung in der Schule für Weltbürgerlichkeit und Menschenrechte
3. Umsetzung von Werteorientierungen in der Jugend- und Kulturarbeit humanistischer Organisationen
4. Verbreitung säkular-humanistischer Werte in der Öffentlichkeitsarbeit und im Journalismus.
5. Wie erreichen wir weltanschauliche Selbstbestimmung und politische Mündigkeit für die jungen Europäerinnen und Europäer ?
6. Forderungen einer säkularen Ethik für junge Europäerinnen und Europäer
Freitag- und Samstagabend sind fröhliche Miteinander mit Discomusik, viel Spaß und Gemütlichkeit vorgesehen.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Wer sich anmelden möchte meldet sich bitte bei mir.