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FJD setzt zum zweiten Mal Segel

FJD setzt zum zweiten Mal Segel

Auf zu neuen Ufern - das Motto der diesjährigen Sommerfreiteit der FJD. 10 Tage gemeinsam mit 33 Personen im Alter von 7 bis 55 auf der Hester, einem umgebauten Zweimastklipper. Welch Abenteuer! Es begann schon gleich auf der Busfahrt. Bis das ganze Gepäck, die Materialien und die vielen Spiele nebst den wichtigen Picknickutensilien eingepackt waren, schnatterten die Teilnehmer aufgeregt durcheinander. Nach Stau und einer ausgedehnten Pause kamen wir gegen 19:00 Uhr in Kampen/NL an. Da lag sie, die Hester. Also schnell alles auf's Schiff, Kajüten verteilen - die für manch einen schon den ersten Schock bedeuteten, von wegen der Größe derselben - und dann erstmal ab in die Kombüse und Kartoffeln für die hungrige Meute zu Bratkartoffeln verarbeiten.

Am nächsten Morgen sollte es um 10:00 Uhr Richtung Enkhuizen gehen. Endlich Segel setzen, dazu muss man natürlich gut gestärkt sein - also los zum Bäcker und 100 Brötchen und 30 Croissants besorgt. Überhaupt, die Mengen, die an Bord vertilgt wurden, sind schon sehenswert gewesen. Für das Geschnetzelte wurden 9 Kilo Fleisch geschnitten und von den Spaghetti kamen 5 Kilo in den Topf mit einer Soße aus 10 Kilo Hackfleisch. Gar nicht zu reden von unzähligen Litern Milch, Salatköpfen und Äpfeln. Sehenswert waren auch die Gesichter der Händler. In Medemblick und  Harlingen staunten die Ortsansässigen Händler nicht schlecht, als wir gleich 30 jonge Heeringe wollten. Frisch filetiert mit Gurke und Zwiebeln wurden sie dann auf Brötchen bei strahlendem Sonnenschein direkt an Deck verspeist.

Ein besonderes Erlebnis für alle war das Trockenfallen der Hester. Kurz vor der Insel Texel war es soweit. Mattijs unser Skipper und Jessy die Co-Skipperin instruierten uns: "Segel einholen, klarmachen zum Ankern!" Und dann hieß es warten, bis einer den Stöpsel ziehen würde. Witzig, wenn plötzlich kein Wasser mehr da ist und man auf dem Meeresgrund laufen kann. Unzählige Koggelen (Herzmuscheln) waren zu finden und Mattijs zeigte uns, wie man sie knackte und verspeiste. Erstaunlich, wie viele Teilnehmer es probierten. Auch Seesterne, Krebse, Krabben und einen fingerdicken Wattwurm haben wir gefunden. Natürlich dürfte eine Wattschlacht nicht fehlen, es heißt ja, da wären viele Mineralien drinnen.

Dann hieß es wiederum warten - diesmal auf die Flut. Endlich war genügend Wasser unter dem Kiel, so dass wir nach Texel konnten, unserem nächsten Ziel. Hier sollte dann die obligatorische Freizeitrallye starten. Neben Piratenflagge gestalten, auf einem Holzbein stehen, Seilspringen, Schießübungen mit der Wasserpistole und Seemannsgarn lösen, war auch das Einüben eines Seemannsliedes gefragt.  Das Lied wurde dann am bunten Abend vorgetragen. Am nächsten Morgen wurden 33 Fahrräder ausgeliehen und die Fahrradtour zum Ecomare, der Seehundauffangstation, stand an. Mit einem 1 1/2 stündigen Aufenthalt in Den Burg radelten wir gut gelaunt und erklommen sogar die höchste Erhebung Texels (11m) ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Die Betreuer hofften ja, dass alle ziemlich müde seien und es ein ruhiger Abend werden würde. Aber weit gefehlt, vielmehr forderten die Teilnehmer nach weiteren sportlichen Aktivitäten. So mussten Wettläufe veranstaltet werden, Schwerlasttragen (viele Teilnehmer tragen Betreuer, Betreuer einen Teilnehmer) und der Platz zum Fussball spielen wurde auch gefunden und genutzt. Am Tag darauf hieß es zurück zum Ijsselmeer. Auf dem Weg nach Harlingen musste noch die Wette von unsere Betreuerin Jane gewonnen werden. Sie wettete, dass die Teilnehmer es nicht schaffen würden, die Segel innerhalb von 5 Minuten zu hissen. Den Teilnehmern schmeckte das gewonnene Eis sichtlich und der Jubel war laut.

In Lemmer konnten wir wegen einer dort stattfindenden Regatta nicht in den Hafen einfahren und so entschloss sich der Skipper in Absprache mit uns, vor der Küste zu ankern. Nun wurden Kanus und die "Banane"  ausgepackt und alle hatten sichtlich Spaß. Leider geht jede Freizeit irgendwann zu Ende. Aber während die Dankeskarten geschrieben und dann verteilt wurden, waren sich alle einig: wir freuen uns auf die nächste Sommerfreizeit.

Ein Bericht von Christiane Friedrich


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