Freireligiöse Jugend Deutschland

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Zur Jugendfeiervorbereitung in Berlin unterwegs

„Zug verkehrt ohne Wagen 6“ – diese ernüchternde Aussage empfing uns am Freitag in aller Früh an der Anzeigetafel von Gleis 9, wo sich alle pünktlich zur Abfahrt nach Berlin eingefunden hatten. Na toll, ausgerechnet für dieses Abteil wäre unsere Sitzplatzreservierung gewesen. Wir ließen uns also überraschen wie es weitergeht, denn eine Gruppe von 17 Personen mal eben so neu zu platzieren dürfte sicher kein einfaches Spiel sein. War es auch nicht und die Zugbegleiterin hatte sichtlich ebenso wenig Lust auf dieses „Spiel“ wir. Wir sollten also versuchen im benachbarten Wagen 7 Plätze zu finden, was auch einem Teil der Jugendlichen gelang. Der Zug war längst unterwegs und inzwischen kamen uns andere Fahrgäste zur Hilfe indem sie uns informierten, dass sie jetzt in Hanau aussteigen und somit wieder ein paar Plätze frei werden sollten. Bis zum Zwischenstopp in Fulda hatten dann endlich auch die letzten beiden einen Sitzplatz – Thank you for travelling with Deutsche Bahn!

 

Der Rest der Fahrt verlief problemlos und so kamen wir gegen 13 Uhr pünktlich in unserer Herberge in Berlin-Mitte an. Jeder bezog sein Zimmer und dann folgte auch direkt die erste Vorbereitungseinheit zur Jugendfeier. Während sich also die acht Teilnehmer im Wintergarten trafen, hatten die älteren Freizeit-Mitreisenden noch ein wenig Luft bis wir dann gegen 16 Uhr zu den JuHu’s (Junge Humanisten) Berlin-Brandenburg aufbrachen. Dort erwartete uns Daniel Pilgrim zu einem spannenden und lehrreichen Workshop zum Thema „Erwachsen werden“. In mehreren Kleingruppen wurden verschiedenste Plakate erstellt und anschließend im großen Kreis präsentiert und diskutiert. Getreu dem Motto „Erst die Arbeit – dann das Vergnügen“ kam allmählich Hunger auf. Also fackelten wir nicht lange und kehrten in unmittelbarer Nachbarschaft zu den JuHu’s im erst besten Restaurant ein. Ein sehr gemütliches, griechisches Lokal mit leckerem Essen und überraschander Unterhaltung: Ein älterer Herr mit Gittare gab sein Stelldichein und begeisterte mit seiner fröhlichen Musik. Zu späterer Stunde zurück im Hotel war der Rest des Abends zu freien Verfügung.

 

Deutsche und Berliner Geschichte stand am Samstagvormittag auf dem Programm. Nach einer Stärkung für den Tag am Frühstücksbuffet war die Bernauer Straße unser Ziel. Dort befindet sich auf einer Länge von 1,4 km die Gedenkstätte Berliner Mauer entlang des ehemaligen Grenzstreifens. Es ist insgesamt das letzte Stück der Berliner Mauer, welches in vollem Umfang und seiner Tiefenstaffelung erhalten ist und man sich so einen Eindruck der ehemaligen Grenzanlagen machen kann. In einer rund einstündigen Führung haben wir alle so manches neu- oder wiedergelernt und trotzten dabei dem schlechten und frostigen Wetter, das im Gegensatz zu unserer Ankunft gar nicht mehr toll war. Der Mittag stand dann wieder zur freien Verfügung. Der jüngere Teil erkundete Berlin auf eigene Faust, während die Älteren der Geschäftsstelle des HVD Bundesverbands und des HVD Berlin-Brandenburgs einen Besuch abstatteten und dort von Arik Platzek die Räumlichkeiten und organisatorische Struktur des Dachverbandes näher gebracht bekamen. Um halb fünf war es dann Zeit für den nächsten Vorbereitungsblock im Hinblick auf die Jugendfeier, ehe wir anschließend alle gemeinsam zum Essen in ein Steakhouse am Alexanderplatz einkehrten. Für die Rückfahrt zu später Stunde nahmen für die Buslinie 100, welche auf dem Weg zum Zoologischen Garten einen Großteil der Sehenswürdigkeiten Berlins passiert.

 

Sonntag früh 6:30 Uhr – der Wecker klingelt. Früh. Viel zu Früh. Da wir jedoch auch das Reichstagsgebäude noch besuchen wollten und um 8:30 Uhr da sein mussten, kamen wir um ein frühes Frühstück nicht herum. Also hieß es raus aus den Federn, Koffer packen und im Hotel zwischenlagern, frühstücken und los. Punkt 8:29 Uhr waren wir an der Anmeldung, passierten die Sicherheitskontrolle und warteten auf den Beginn unserer Tour. In unterhaltsamer Manier wurde uns also die Geschichte des Gebäudes, die Tätigkeiten des Bundestages und die Räumlichkeiten näher vorgestellt ehe wir uns nach gut 90 Minuten mit einem Umweg über das Brandenburger Tor und den Platz des 18. März (natürlich mit obligatorischem Gruppenfoto) zurück zum Hotel machten. Koffer holen, zurück zum Hauptbahnhof, Mittagessen, ab ans Gleis. So verlief also der Sonntagvormittag bevor wir wieder in den ICE stiegen, unsere reservierten (und verfügbaren!) Sitzplätze einnahmen und uns von Berlin verabschiedeten. Alles in Allem war es wieder ein tolles Wochenende: Wir hatte viel Spaß, lernten neue Leute kennen und gehen jetzt gut vorbereitet und mit großen Schritten in Richtung Jugendfeier.

 

Ein Bericht von Timo Saueressig




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