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Deutsche Speise-Reise: So war das 5. Benefizessen in Offenbach

Deutsche Speise-Reise
Frei-Religiöse Jugend bewirtet 42 Gäste bei Benefizessen fürs Frauenhaus
OFFENBACH | 42 Gäste – so viele wie noch nie – haben sich beim fünften Benefizessen von der Jugend der Frei-Religiösen Gemeinde genussreich bewirten lassen. Der Erlös ist für Projekte des Frauenhauses bestimmt.

Die Freitagshelfer haben Vorarbeiter geleistet, akkurat eingedeckt ist, die schwarz-rot-goldene Tischdekoration spiegelt das Motto „Made in Germany“, die Küchentruppe prüft ein letztes Mal die Abfolge. Nun hoffen alle auf zufriedene Gäste. 42 bedeuten Rekord, hebt Pfarramtsmitarbeiter Pascal Schilling hervor. Obwohl es sich um das fünfte Benefizessen handelt, sind die Jugendlichen aufgeregt wie beim ersten Mal. Ihre Anspannung legt sich, als erste Rückmeldungen zu ihnen dringen: Es klappt wie am Schnürchen, den Leuten schmeckt’s.

Angeleitet von Gemeindereferentin Christiane Friedrich, haben elf Mädchen und drei Jungs im Alter von zwölf bis 25 Jahren ein Fünf-Gänge-Menü auf die Teller gezaubert: Westfälischem Schinken auf Pumpernickel folgt bunte Salatvielfalt mit hessischem Akzent, danach nordfriesische Buttermilchsuppe mit Speck und Mehlklößchen. Der Würzburger Fuhrmannsbraten mit dunkler Biersauce, schwäbischen Knöpfle und Leipziger Allerlei sowie die dreiteilige Nachspeise lassen die Gäste staunen, was an regionaler Vielfalt aufgetafelt wird. Wie die Kochprofis haben die Jugendlichen bei der Zusammenstellung Regeln eingehalten: Keine Wiederholung in der Speisenfolge und bei der Zubereitung; auf helle Rohstoffe folgen dunkle. So ergibt sich ein harmonisches Zusammenspiel.

Die Idee entstand aus Freude am Kochen bei einer Freizeit, erinnert sich Friedrich. „Unsere Jugend entschied sich für Selbstversorgung. Wieder zurück, wurde bei Gelegenheit die Gemeinde bekocht. Da ließ jemand die Bemerkung fallen: Das können wir mal für einen wohltätigen Zweck tun.“ Gesagt, getan. Von Beginn an wurde das Frauenhaus begünstigt, dem voriges Jahr 2300 Euro angewiesen wurden. Der Verein Frauen für Frauen ist auf Spenden angewiesen, um seine Arbeit mit bedrohten oder misshandelten Frauen leisten zu können. „Diesmal unterstützen wir den Verein zu gleichen Teilen beim Finanzieren allgemeiner Anschaffungen sowie zu Gunsten der dort mit ihren Müttern untergebrachten 16 Kinder“, präzisiert Friedrich. Bisher wurden ein Freizeitpark-Ausflug, ein Kurs im Klettergarten und Spielzimmerausstattung finanziert.

Das dieses Benefizessen in Wahrheit schon das sechste ist, verdanken die Jugendlichen einem Ruf aus dem pfälzischen Neustadt. Die Frei-Religiöse Immanuel-Kant-Gemeinde hatte sie 2013 eingeladen, für einen guten Zweck zu kochen. So tischten sie 17 geladenen Gästen ein Dinner auf, dessen Erlös in ein Schulprojekt in Afrika floss. „Den Jugendlichen ist wichtig, dass die Einnahmen für Gleichaltrige verwendet werden, weil sie sich mit denen identifizieren“, so Friedrich. Schirmherrin Grete Steiner ist begeistert. Die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin betont das Wir-Gefühl. „Die jungen Kreativen steigern diese Kraft, indem sie etwas für andere schaffen, die Unterstützung brauchen und dankbar annehmen“, lobt sie. Als die jungen Leute Beifall ernten, haben sie sich entschieden: „Nächstes Jahr wieder!“


Ein Artikel von Harald H. Richter (Redakteur Offenbach Post)/ 10.09.2014)


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